Zum Inhalt springen

Sabbatical 2.0 – backpacking Nord Indien Kashmir, Ladakh & Rishikesh

Videonauts backpacking Indien Kashmir Srinagar Dal Lake

Srinagar

Ca. 1st später gut angekommen wurde klar, das ich meine Hausaufgaben nicht gemacht habe. Ich hab zwar gehört das es Unruhen in der Region gibt, wusste das man besser einen Flug nach Srinagar nimmt, aber über die Situation in der Stadt wusste ich nichts. Seit fast zwei Monaten herrschte ein Generalstreik; alles war zu, die Stadt gefühlt leer. Viel Militär, Ausgangssperren, Ausschreitungen, Steine auf der einen Seite – Schrottgeschosse auf der Anderen, solche Sachen halt. Alles was sich ein Touri am Ende der Welt wünscht. Obwohl die Stadt bildschön war, hieß es sofort abhauen. Noch in der gleichen Nacht um 4 Uhr sass ich wieder im Van Richtung Leh / Laddakh. Schade aber was soll man machen. Wenigstens eine kleine Bootstour war auf dem Dal Lake drin.

Nebenbei musste ich feststellen, das die indische Regierung in Kashmir & Ladakh den Mobilfunk dicht gemacht hat. Es ging wohl nur Postpaid auf der staatlichen Leitung, die ich nicht hatte. WiFi war auch eher eine Glücksache. Gut man muss ja jetzt nicht immer online sein.

Videonauts backpacking Indien Kashmir Srinagar Dal Lake

Ladakh

Während noch im Kashmir die Gegend aussah wie um Mittenwald rum, wurde alles spätestens um Kargil staubtrocke. Endlose Bergketten, Stein & Sand und hin und wieder eine Oase entlang des Flusses. Eine landschaftlich geile Strecke auch wenn ich nach 13 Stunden genug hatte. Die Strasse selbst begann als ein schlechter und aufgeschwemmter Feldweg, wurde dann aber deutlich besser. Immerhin war man durchgehend auf ca. 3500hm. Leh selbst war äußerst Tibetanische eingefärbt und unübersehbar auf Touristen ausgerichtet. Angenehm im Tal gelegen, schön gelegene Burg, viele Hotels, noch mehr Reisebüros und eine absurd Hohe Anzahl der Royal Enfields. Nimm einen Stein, schmeiss ihn egal wohin..und Du triffst ein Royal Enfield Motorrad! Für mich ohne Motorradlappen blieb wieder nur der Scooter. Ich glaube es wird Zeit die 2000 Eier auf den Tisch zu legen und im Frühjahr den Schein zu machen.

 

Videonauts backpacking Indien Ladakh road IIII

Leh

Ich blieb leider nur drei Tage. Bereits am zweiten fing ich an zu überlegen wie und wann ich wieder kommen kann. Unzählige Trekking Angebote, schöne Landschaft, super Essen und Tibetflair sprechen für sich. Einen Tag verbrachte ich auf dem Roller, den zweiten auf dem MTB Bike.

Videonauts backpacking Indien Leh Ladakh

 

Mit dem Roller bot sich nur die halbwegs passfreie Strecke zum Lamayuru Kloster und zurück an. Zusammen ca. 250km auf 3500hm auf beinahe leeren Strassen. Wären da nicht hin und wieder die Lastwagen und vor allem die Militär Trucks gewesen. Hier ein ernst gemeinter Vorschlag: um Himmels facking Willen, baut endlich Rußfilter in diese Teile rein! Bin kein Feinstaub Paranoider aber hier wird echt was rausgeblasen auf die Motorradfahrer. Es ist buchstäblich schwarz für paar Momente beim Überholen. Generell scheint die indische Armee in dem Teil über repräsentiert zu sein. Ein Camp nach dem anderen – na ja sie werden schon wissen wo es nötig ist.

 Videonauts backpacking Indien Ladakh Lamayuru monestary

Mit dem MTB wurden wir einen Tag später auf den Khardung La Pass auf 5620hm hoch gefahren und dürften runter Rollen. Offiziell wohl der höchste befahrene Pass der Welt. Bereits nach ca. 20min wir einem oben etwas schwindlig und man sollte echt schnellst runter. Also rauf auf den Drahtesel und erstmal im Schnee & Matsch die ersten Kilometer auf viel zu hart eingestellten (oder nicht funktionsfähigen) Dämpfern runter. Danach eine festere Schotterpiste und irgendwann Asphalt plus super Blick auf Leh und das Tall drum herum. Hat Spass gemacht auch wenn man von oben bis unten mit Dreck voll war. Gehört zum MTB Fahren dazu.

Videonauts backpacking Indien Ladakh Khardungla mtb

Manali

Dann stand schon wieder die nächste Busreise ‚from Hell‘ an – 17 Stunden von Leh nach Manali. Solche Strecken – Berge, Pässe über 5000hm – werden in Indien gerne bei Nacht gemacht. Ich nehme an, weil es ruhiger ist dh. weniger Verkehr. Ohnehin ist die Leh – Manali Verbindung nur an 3-4 Monaten im Jahr schneefrei und damit offen. Sonst bleibt einem nur der Flug als Alternative. Ich persönlich werde wohl nicht nochmal mit dem Bus fahren. Hab meinen Anteil jetzt gehabt.

Videonauts backpacking Indien Manali road

 

Manali selbst liegt nett im den Bergen auf der Dharamsala – Manali – Rishikesh Backpacker Chillout Achse. Das gleiche Publikum, gleiche Geschäfte und gleiches Flair. Es gibt viel zu unternehmen, ich jedoch war müde und nur auf der Durchreise. Die Royal Enfields die nicht in Leh standen, waren also hier. Die Tage wurden knapp und der Flug nach Kathmandu rückte näher.

Rishikesh

Rishikesh, die Yoga Hauptstadt am Ganges war das Ziel – ein letztes Ziel auf dieser Indien Rundreise. Klar das kein Bus direkt geht. Klar das es wieder 11 Stunden über Nacht bis Chandigarh ging. Um 5:30 Busterminal wechseln, auf 6:10 ein neuer Bus schon mal in die Richtige Richtung. Von Haridwar (6 st später) war es nur noch ein weiterer Bus (ca. 1st auf beschissenen Strassen) und man war schon da. Also drei Buse & zwei TukTuks und ca. 17st später war ich also unter der Dusche und im Yoga Paradies.

Videonauts backpacking Indien Rishikesh I

 Irgend etwas passiert in Indien in der Nähe des Ganges. Alles wird wilder, verwahrloster, chaotischer, tick rückständiger …ich weiß nicht..indischer Halt. Sehr viele Pilger, Sadhus, Asketen, Bettler, ‚wir wären auch gerne Hippies‘, Yoga Enthusiasten und die üblichen Backpacker waren da. Und es war wieder heiß und schwül; die Klamotten wurden sofort nass mund klebten am Körper. Hab in der Woche im Norden vergessen wie unangenehm es sein kann.
Videonauts backpacking Indien Rishikesh III

 

Ich latschte die Ufer des Ganges entlang, ging zu unterschiedlichen Schulen zu Yoga drop-in Klassen, hing in Cafes rum, war hier und da und da am streetfood fressen und sah intensiv dem Ganges am dahin schwimmen zu. Nichts tun, zur Ruhe kommen, abschalten, chillen, Reisestress abbauen, Entspannung, Entschleunigung etc. das sagt sich alles so leicht. Zugleich kostet das Nichtstun ordentlich Zeit. Auch wenn ich langsam nach Nepal weiter ziehen wollte, dachte ich dran wie und wann ich am besten wieder kommen kann. Indien hatte mich in Geiselhaft genommen, soviel war klar.

German Bakery Mysterium

Wie kommt es überhaupt zu so vielen German Bakeries in Indien? Fast jede Stadt hatte mindestens eins, die Touri Orte sogar mehr. Meist passables Gebäck, manchmal sogar wirklich gute & frisch gemachte Küchen (Obst Küchen, Schokokuchen, Brownies, Muffins etc.). Gerne mal a bissl auf Öko machen, mit organic food werben etc. Aber es scheint zu ziehen…soviel muss man sagen. Indisches Frühstück kriegt halt nicht jeder morgens rein. Die Touris legen halt gerne was hin um hin und wieder einen guten Kaffee oder Kuchen zu haben.

Abschluss / letzte Busfahrt

Letzte Busfahrt nach Delhi und wieder über Nacht. Das gleiche Hotel in Paharganj sammt Airport Drop bereits gebucht. Noch ein entspannter Samstag in Delhi und weiter gings. Hatte noch etwas Geld übrig und überlegte schon was ich damit tun soll. Am Abend war das Problem gelöst; Haare schneiden lassen, micro SD Karte aufschwatzen lassen, Essen gehen, etwas Bier und endlich mal einen Gin Tonic.. eine Shisha quartzen.. und weg waren die 2000Rs. Problem gelöst!

Und plötzlich ist drei Uhr Nachts. Aufstehen, Rucksack zu, ab zum Taxi und mit Affenzahn durchs nächtliche Delhi. Paar Diskussionen wegen eTV Visum (war ja klar) mit dem Beamten und durch war ich. Wie immer beim Start des Flugzeugs schon längst fest geschlafen 🙂

Was blieb nach fast einem Monat Indien?

Auf jeden Fall der Wunsch (schnell) nochmal nach Ladakh & Rishikesh zu kommen. Hoffentlich mit einem Motorradführerschein, um endlich mal die Enfields zu fahren. Trekking hier statt wieder in Nepal zu erleben.

Ich hab fast 5000km in Bus / Zug gemacht; hier ist ein stärkerer Focus auf bestimmte Regionen gefragt. Oder deutlich mehr Zeit. Viel zu beachten das nächste Mal. Schön wars. Weniger stressig aber zugleich doch anstrengender als gedacht. Indien halt.

Video

Zum Schluss nochmal das GoPro Video – als visueller Fazit der ganzen Reise

 

 

Views: 0

Related Images:

Ein Kommentar

  1. sunil sunil

    It’s really nice place,bro everything great.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert